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Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus

Letzte Aktualisierung: 22.06.2021


Durch die Corona-Pandemie gibt es weiterhin Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Im Infektionsschutzgesetz des Bundes sowie in der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (CoronaSchVO) stehen die jeweils aktuellen Regelungen. Wir versuchen, euch hier die aktuell gültigen Regelungen verständlich zusammenzufassen. 

Wir beziehen uns dabei auf

Wir haben nach besten Wissen versucht die Zusammenfassung zu erstellen. Es gelten jeweils die offiziellen Regeln der CoronaSchVO des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Zusätzlich können vor Ort weitergehende Regelungen durch die Kommunen in Kraft gesetzt werden.

Wir werden die Seite weiterhin möglichst aktuell halten und bei neuen Erkenntnissen oder Regelungen die entsprechenden Punkte anpassen bzw. ergänzen. 


FAQs Corona und Jugendverbandsarbeit

Wir wollen euch mit diesen Antworten auf FAQs, die wir in unseren Gremien gesammelt haben, so gut es geht informieren. Bitte beachtet aber, dass die Antworten dem aktuellen Wissensstand entsprechen.
Wenn ihr weitere Fragen habt, meldet euch gerne bei uns und wir erweitern die Liste laufend.


Allgemeine Fragen

Die erlaubten Regelungen sind von der örtlichen Inzidenzstufe und in einigen wenigen Fällen auch von der Landesinzidenzstufe abhängig. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales veröffentlicht die jeweiligen Inzidenzstufen täglich aktuell unter mags.nrw/inzidenzstufen

Für die Regelungen der CoronaSchVO sind drei Inzidenzstufen maßgeblich:

  • Inzidenzstufe 1, die bei einer 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 vorliegt,
  • Inzidenzstufe 2, die bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35, aber höchstens 50 vorliegt,
  • Inzidenzstufe 3, die bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 vorliegt.

Die Zuordnung zu einer höheren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Kalendertagen überschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag. Die Zuordnung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag. Sonn- und Feiertage werden für die fünf Tage somit nicht mitgezählt.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 greifen zusätzlich die Regelungen der Bundesnotbremse. 

Wenn eine Veranstaltung von vornherein darauf ausgelegt ist, dass die Teilnehmenden aus verschiedenen Kreisen und kreisfreien Städten mit unterschiedlichen Inzidenzstufen kommen, dann gilt die landesdurchschnittliche Inzidenz (§ 1 Abs. 3 CoronaSchVO). Sollte die Inzidenz an dem Ort der Durchführung höher als die landesdurchschnittliche Inzidenz sein, so sind die Regelungen der höheren Inzidenz zu berücksichtigen.

  • Die einfache Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass ihr als Veranstalter*in von allen anwesenden Personen mit deren Einverständnis Name, Adresse und Telefonnummer sowie – sofern es sich um wechselnde Personenkreise handelt – Zeitraum des Aufenthalts bzw. Zeitpunkt von An- und Abreise schriftlich erfassen und diese Daten für vier Wochen aufbewahren müsst. Die Daten sind vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern und nach Ablauf von vier Wochen vollständig zu vernichten. Eine gesonderte Erfassung von Adresse und Telefonnummer ist nicht nötig, wenn die Kontaktdaten euch bereits anderweitig vorliegen (z.B. in eurer Mitgliederdatenbank).
  • Bei der besonderen Rückverfolgbarkeit müsst ihr zusätzlich einen Sitzplan für die Anwesenden erstellen

Junge Menschen sind, wie im SGB VIII benannt, Personen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.

Jugendförderangebote nach § 12 Abs. 2 Nr. 3 bis 7 (siehe Punkt 1.4) sind nur möglich, wenn die zuständige Ordnungs- oder unteren Gesundheitsbehörde diese Angebote genehmigt hat.

Ohne Genehmigung der genannten Behörden sind folgende Angebote möglich.

  • Einzelangebote in Präsenz
  • In Räumen: 5er Gruppenangebote mit jungen Menschen bis einschließlich 18 Jahre zzgl. Betreuungspersonen mit Einhaltung des Mindestabstands und tragen einer medizinischen Maske.
  • Im Freien: 20er Gruppenangebote mit jungen Menschen bis einschließlich 14 Jahren zzgl. Betreuungspersonen mit Einhaltung des Mindestabstands;
  • Im Freien: 5er Gruppenangebote mit jungen Menschen bis einschließlich 18 Jahren zzgl. Betreuungspersonen mit Einhaltung des Mindestabstand.

Maßnahmen der Jugendarbeit


Fragen


Welche Angebote sind im Freien erlaubt?

Inzidenzstufe 1


Angebote für Gruppen von bis zu 50 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden.

Inzidenzstufe 2


Angebote für Gruppen von bis zu 30 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Leiter*innen und Teilnehmende über 14 Jahren müssen einen Negativtestnachweis nachweisen oder einen beaufsichtigten Coronaselbsttest durchführen, wenn es sich dabei um nicht kontaktfreie Angebote handelt. 

Inzidenzstufe 3


Angebote für Gruppen von bis zu 20 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Leiter*innen und Teilnehmende über 14 Jahren müssen einen Negativtestnachweis nachweisen oder einen beaufsichtigten Coronaselbsttest durchführen, wenn es sich dabei um nicht kontaktfreie Angebote handelt. 


Welche Angebote sind in geschlossenen Räumen erlaubt?

Inzidenzstufe 1

Angebote für Gruppen von bis zu 30 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. 

Inzidenzstufe 2

Angebote für Gruppen von bis zu 20 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Zusätzlich ist ein Negativtestnachweis oder ein beaufsichtigter Coronaselbsttest nötig. Bei mehr als 20 gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen.  Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  

Inzidenzstufe 3

Angebote für Gruppen von bis zu 10 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Dabei muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Zusätzlich ist ein Negativtestnachweis oder ein beaufsichtigter Coronaselbsttest nötig. Bei mehr als fünf gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen. Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  


Welche Ferienangebote OHNE Übernachtung sind erlaubt?

Inzidenzstufe 1

  • Eintägige Ferienangebote oder Ferienangebote an denen die Teilnehmenden täglich wechseln von bis zu 20 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Alle Teilnehmenden inkl. der Leiter*innen müssen vor Beginn des Angebots einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Bei mehrtägigen Angeboten muss der Test alle drei Tage wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Wenn sich in geschlossenen Räumen mehrere Gruppen begegnen sind die Mindestabstände zu beachten und ist eine medizinische oder höherwertie Maske zu tragen.
  • Mehrtägige Ferienangebote, wenn die Teilnehmenden für die gesamte Zeit in festen Gruppen von maximal 20 jungen Menschen betreut werden. Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen am ersten Tag einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Der Test muss spätestens nach sieben Tagen wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Zusätzlich ist dabei die Gruppenaufteilung zu erfassen. Wenn mehrere Gruppen zusammenkommen, muss der Mindestabstand eingehalten werden und alle müssen medizinische oder höherwertige Masken tragen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 20 gleichzeitig anwesenden jungen Menschen und 5 Leiter*innen eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen.

Inzidenzstufe 2

  • Eintägige Ferienangebote oder Ferienangebote an denen die Teilnehmenden täglich wechseln von bis zu 20 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Alle Teilnehmenden inkl. der Leiter*innen müssen vor Beginn des Angebots einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Bei mehrtägigen Angeboten muss der Test alle drei Tage wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Wenn sich in geschlossenen Räumen mehrere Gruppen begegnen sind die Mindestabstände zu beachten und ist eine medizinische oder höherwertie Maske zu tragen.
  • Mehrtägige Ferienangebote, wenn die Teilnehmenden für die gesamte Zeit in festen Gruppen von maximal 20 jungen Menschen betreut werden. Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen am ersten Tag einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Der Test muss spätestens nach sieben Tagen wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Zusätzlich ist dabei die Gruppenaufteilung zu erfassen. Wenn mehrere Gruppen zusammenkommen, muss der Mindestabstand eingehalten werden und alle müssen medizinische oder höherwertige Masken tragen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 20 gleichzeitig anwesenden jungen Menschen und 5 Leiter*innen eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen.
  • Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  

Inzidenzstufe 3

  • Eintägige Ferienangebote oder Ferienangebote an denen die Teilnehmenden täglich wechseln von bis zu 20 jungen Menschen zzgl. Leiter*innen. Alle Teilnehmenden inkl. der Leiter*innen müssen vor Beginn des Angebots einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Bei mehrtägigen Angeboten muss der Test alle drei Tage wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Wenn sich in geschlossenen Räumen mehrere Gruppen begegnen sind die Mindestabstände zu beachten und ist eine medizinische oder höherwertie Maske zu tragen.
  • Mehrtägige Ferienangebote, wenn die Teilnehmenden für die gesamte Zeit in festen Gruppen von maximal 20 jungen Menschen betreut werden. Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen am ersten Tag einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen, einen Schnelltest vornehmen lassen oder einen Negativtestnachweis vorlegen. Der Test muss spätestens nach sieben Tagen wiederholt werden. Die einfache Rückverfolgbarkeit muss sichergestellt werden. Zusätzlich ist dabei die Gruppenaufteilung zu erfassen. Wenn mehrere Gruppen zusammenkommen, muss der Mindestabstand eingehalten werden und alle müssen medizinische oder höherwertige Masken tragen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 5 gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen. 
  • Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  

Sind Ferienfreizeiten erlaubt?

Eine Zusammenfassung der Regelungen für Ferienfreizeiten findet ihr hier.

Inzidenzstufe 1

Kinder- und Jugendferienreisen inkl. der gemeinsamen Anreise per Bus oder Bahn, wenn höchstens 50 Personen daran teilnehmen. Bei einer größeren Personenanzahl müssen diese in festen Gruppen von 25 Personen (inkl. Leiter*innen) aufgeteilt werden. Die einzelnen Gruppen müssen separiert werden. Eine An- und Abreise von mehreren Gruppen in einem Bus ist möglich.

  • Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen zu Beginn der Reise über einen Negativtestnachweis verfügen. Während der Reise muss mindestens zweimal wöchentlich einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen oder einen Schnelltest vornehmen lassen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 25 gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt nicht für die Schlaf- und die Sanitärräume in Jugendherbergen, Zeltlagern und anderen Unterkünften.
  • Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. 

Inzidenzstufe 2

Kinder- und Jugendferienreisen inkl. der gemeinsamen Anreise per Bus oder Bahn, wenn höchstens 50 Personen daran teilnehmen. Bei einer größeren Personenanzahl müssen diese in festen Gruppen von 25 Personen (inkl. Leiter*innen) aufgeteilt werden. Die einzelnen Gruppen müssen separiert werden. Eine An- und Abreise von mehreren Gruppen in einem Bus ist möglich.

  • Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen zu Beginn der Reise über einen Negativtestnachweis verfügen. Während der Reise muss mindestens zweimal wöchentlich einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen oder einen Schnelltest vornehmen lassen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 25 gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt nicht für die Schlaf- und die Sanitärräume in Jugendherbergen, Zeltlagern und anderen Unterkünften.
  • Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  

Inzidenzstufe 3

Kinder- und Jugendferienreisen inkl. der gemeinsamen Anreise per Bus oder Bahn, wenn höchstens 50 Personen daran teilnehmen. Bei einer größeren Personenanzahl müssen diese in festen Gruppen von 25 Personen (inkl. Leiter*innen) aufgeteilt werden. Die einzelnen Gruppen müssen separiert werden. Eine An- und Abreise von mehreren Gruppen in einem Bus ist möglich.

  • Alle teilnehmenden Personen inkl. der Leiter*innen müssen zu Beginn der Reise über einen Negativtestnachweis verfügen. Während der Reise muss mindestens zweimal wöchentlich einen beaufsichtigten Coronaselbsttest vornehmen oder einen Schnelltest vornehmen lassen.
  • Finden die Angebote in Geschlossenen Räumen statt ist bei mehr als 5 gleichzeitig anwesenden Personen ist eine medizinische oder höherwertige Maske zu tragen.
  • Die Übernachtungssituation ist nicht auf 5 Teilnehmende pro Zimmer oder Zelt begrenzt. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt nicht für die Schlaf- und die Sanitärräume in Jugendherbergen, Zeltlagern und anderen Unterkünften.
  • Soweit möglich sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.  

Nein, für einzelne Angebote können weitere Regelungen treffen.

  • Bei Veranstaltungen und Versammlungen finden zusätzlich die Regelungen in § 18 CoronaSchVO Anwendung.
  • Bei Bildungsangeboten finden zusätzlich die Regelungen in § 11 CoronaSchVO Anwendung.
  • Für sportliche Angebote gibt es weitere Regelungen in §14 CoronaSchVO Anwendung.

Die relevanten Regelungen fassen wir euch zeitnah auf dieser Seite ebenfalls zusammen.

 

 



Umgang mit Corona-Fällen

Wenn Teilnehmer*innen oder Leiter*innen einen positiven Selbsttest oder Schnelltest haben, müssen diese einen PCR-Test machen. In der Zwischenzeit ist es wichtig, die positiv getesteten Personen und deren Kontaktpersonen von der Gruppe zu isolieren. Hierbei sollten die Leiter*innen FFP2-Masken oder Masken eines höheren Standards tragen. Dann solltet ihr das örtliche Gesundheitsamt kontaktieren. Sie erklären euch ganz genau, was ihr tun müsst. Die Kontaktdaten solltet ihr euch im Vorhinein heraussuchen und notieren. Wenn schwerwiegende Symptome auftreten, solltet ihr natürlich einen Krankenwagen rufen. In jedem Fall müssen die Eltern informiert werden und die Möglichkeit gegeben werden, die Kinder abzuholen. Dadurch muss sich die Familie natürlich auch in Selbstisolation/ Quarantäne begeben.
Ihr solltet die genauen Schritte in euer Hygienekonzept aufnehmen, damit es möglichst keine Unsicherheiten gibt. In der Vorlage findet ihr Infos dazu: Musterhygiene- und Testkonzept Ferienfreizeiten

Euer Erste-Hilfe-Wissen reicht insofern, dass ihr im Falle von Symptomen ärztliche Hilfe ruft. Die Behandlung von Covid-19 ist nicht Teil von Erste-Hilfe-Kursen und ist insofern nicht eure Aufgabe.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die folgenden Symptome mit der entsprechenden Häufigkeit an:

Husten (41%)
Fieber (26%)
Schnupfen (30%)
Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (20%)
Lungenentzündung (1%)

Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

Wenn Teilnehmende oder Leiter*innen Symptome haben, die nicht auf eine bekannte Allergie oder ähnliches zurückzuführen sind, sollten sie sicherheitshalber dennoch von ihren Eltern abgeholt werden und alle anderen Kinder sollten täglich getestet werden.

Nein! Wenn es Verletzungen, Krankheitsfälle o.ä. gibt, solltet ihr die Teilnehmenden wie bei vorhergegangenen Aktionen ebenso zum Arzt bzw. ins Krankenhaus bringen.

Die örtlichen Behörden können für alle Teilnehmenden und Leiter*innen eines Lagers bzw. einer Maßnahme Quarantäne anordnen. Das heißt, dass sich alle unverzüglich zu Hause oder in einer anderen geeigneten Unterkunft absondern müssen. Klärt vor der Maßnahme, dass die Eltern ihre Kinder abholen. Eine gemeinsame Rückreise wird in der Regel nicht möglich sein.
Die örtlichen Behörden können weitergehende Maßnahmen anordnen.


Hygienekonzept und Hygienemaßnahmen

Die gängigen Materialien sind medizinische oder FFP2-Masken, Desinfektionsmittel und Seife. Es gibt aber natürlich auch noch mehr, je nachdem, was ihr so plant. Mehr Informationen findet ihr hierzu auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Am besten bestellt ihr das Material im Internet. Für einen nachhaltigen Einkauf empfehlen wir euch die Einkaufsplattform wir-kaufen-anders.de. Dort könnt ihr euch als Verband registrieren und profitiert von Rabatten.

Auch bei Hygiene- und Reinigungsmitteln kann man auf nachhaltige Alternativen zurückgreifen. Wir empfehlen euch die Einkaufsplattform wir-kaufen-anders.de, bei der ihr euch als Verband kostenlos registrieren könnt. Auf der Plattform dürfen nur Händler verkaufen, deren Produkte einen öko-fairen-sozialen Mehrwert gegenüber konventionellen Produkten haben. Ihr erhaltet dort auch bessere Konditionen als bei den Händlern direkt.
Achtet beim Einkauf auf möglichst große Gebinde, um unnötigen Müll zu vermeiden.
Zu Reinigungs- und Putzmitteln gibt es auch einen lesenswerten Artikel bei Utopia: https://utopia.de/ratgeber/empfehlung-oeko-reinigungsmittel-bio-putzmittel

Entweder bestellt ihr im Internet neue Mittel, wenn ihr schon Tage vorher merkt, dass es knapp werden könnte. Ansonsten versucht, vor Ort in Apotheken, Drogerien und Supermärkten Hygienemittel zu kaufen.

Wenn eine Bestellung im Internet zu kurzfristig ist, bleiben nur Supermärkte, Drogerien und Apotheken.

Es ist wichtig, dass ihr euch vor eurer Maßnahme über Hygienemaßnahmen Gedanken macht und diese in einem Hygienekonzept zusammenfasst. Ein wichtiger Teil sind hierbei die bekannten AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen). In geschlossenen Räumen ist ein regelmäßiges Lüften wichtig. In der Regel hat eure Unterkunft ebenfalls ein Hygienekonzept aufgestellt, an dem ihr euch orientieren könnt. Eine Vorlage für ein Hygienekonzept gibt es hier.  Ganz sicher könnt ihr aber nie sein. Es wird immer ein Restrisiko bleiben. Das solltet ihr im Vorhinein besonders den Eltern auch so kommunizieren, gleichzeitig aber deutlich machen, dass ihr alle Maßnahmen einhaltet, damit möglichst nichts passiert.

Euer Hygienekonzept müsst ihr jeweils an die aktuell gültigen Regelungen anpassen. Als Grundlage könnt ihr aber sicherlich euer Konzept aus dem Vorjahr nutzen.

Als Orientierung könnt ihr aber auch dieses Konzept nutzen.

 

 

Es gibt Vorlagen, an denen ihr euch orientieren könnt. Ihr findet ein Beispiel hier. Beachtet aber bitte, dass die Regelungen sich laufend ändern und sich von Kommune zu Kommune und in den unterschiedlichen Bundesländern unterscheiden können. Daher solltet ihr die Vorlage in jedem Fall anpassen.

Bisher ist uns keine Genehmigungspflicht von Hygienekonzepten bei Maßnahmen der Jugendverbandsarbeit bekannt. Ihr könnt euer Konzept aber trotzdem zur Information und Beratung an euer Gesundheitsamt bzw. Jugendamt senden.
Das kann den Teilnehmenden und Eltern bestimmt auch ein besseres Gefühl geben.

Bisher gibt es keine sichere Information hierzu. Im letzten Jahr mussten die Erziehungsberechtigten den durch das Land Nordrhein-Westfalen vorgeschriebenen Regelungen zustimmen. Wir können uns vorstellen, dass es in diesem Jahr eine ähnliche Regelung gibt.


Impfen

Laut Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundes sind Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, grundsätzlich in der Gruppe mit "erhöhter Priorität" (Priorisierungsgruppe 3) eingeordnet (§ 4 Abs. 1 Nr. 8 CoronaImpfV). Hierzu gehören alle in den Jugendverbänden tätigen Personen, also auch alle Ehrenamtlichen. Seit dem 06.05.2021 können die niedergelassenen Ärzt*innen im Rahmen des zur Verfügung stehenden Impfstoffs alle Personen der Priorisierungsgruppe 3 ein Impfangebot unterbreiten. Wann ihr in den Arztpraxen einen Impftermin erhalten könnt, entscheiden die jeweiligen Ärzt*innen eigenverantwortlich. Um die Impfberechtigung zu erhalten, ist eine "Arbeitgeberbescheinigung nötig. Hierzu gibt es eine Vorlage vom Land NRW.

In den Impfzentren können sich derzeit noch nicht flächendeckend Personen, die in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, impfen lassen.

Ab dem 07.06.2021 wird die Impf-Reihenfolge generell aufgehoben und alle können sich impfen lassen.

Bislang gibt es in Deutschland noch keinen Impfstoff, der für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zugelassen ist. Daher wird es in den Sommerferien sehr wahrscheinlich auch keine geimpften Kinder und Jugendlichen geben. Davon wird also nicht abhängen, ob eine Ferienfreizeit mit Kindern und Jugendlichen stattfinden darf oder nicht.

Bisher gibt es keine entsprechende Verpflichtung. Bei einzelnen Angeboten müssen die Leiter*innen allerdings einen negativen Coronatest nachweisen. Dies ist v.a. von der Inzidenzstufe bzw. der Angebotsart abhängig. In der obigen Übersicht ist dies entsprechend aufgeschlüsselt. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ist einem Negativtest gleichzusetzen.


Testen

Eine Testpflicht ist von der Angebotsart, Gruppengröße und Inzidenzstufe abhängig. Die jeweiligen Voraussetzungen stehen in der obigen Zusammenfassung. 

Bei Gruppen von bis zu fünf jungen Menschen kann unter Beachtung der Masken- und Abstandspflicht aus pädagogischen Gründen im Einzelfall nach Entscheidung der für das Angebot verantwortlichen Person auf das Erfordernis eines Negativtestnachweises verzichtet werden.

Bei allen anderen Angeboten oder wenn ihr keine Ausnahme machen wollt, kann nicht von der Testpflicht abgewichen werden.

Ein beaufsichtigter Coronaselbsttest, welcher in Eigenanwendung durchgeführt wird. Im Rahmen von Angeboten der Jugendförderung wird dieses Testverfahren von einer geschulten Person beaufsichtigt.Für die Beaufsichtigung ist keine besondere Erlaubnis, wohl aber eine Schulung erforderlich.  Die Schulung kann bspw. über ein passendes Schulungsvideo erfolgen. Wegen Hinweisen auf geeignetes Schulungsmaterial oder auch in Bezug auf Anbieter einer Schulung erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt. Die Schulung ist zu dokumentieren.

Zur Durchführung von beaufsichtigten Selbsttests im Rahmen der Angebote des § 12 CoronaSchVO bedarf es keiner besonderen Erlaubnis, wohl aber einer Schulung des beaufsichtigenden Personals.

  • Unter Wahrung der Abstands- und Maskenpflicht dürfen sich mehrere zu testende Personen in einem geeigneten Raum befinden. Die Maske darf zur Testdurchführung kurzzeitig abgesetzt werden.
  • Die aufsichtführende Person muss entweder durch eine bauliche Barriere oder einen Abstand von mindestens 2 m von der sich testenden Person getrennt sein oder eine persönliche Schutzausrüstung (FFP-2 Maske und Visier) zur Verfügung gestellt bekommen.
  • Der zu benutzende Test muss vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet werden (https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html)
  • Die Personen, die die Durchführung der Selbsttests beaufsichtigten, bestätigen das Ergebnis. Für die Form der Bestätigung gibt es keine Vorgaben. So kann z.B. ein ergänzender Vermerk auf einer Teilnehmerliste erfolgen. Die Ausstellung einer offiziellen Bescheinigung eines Negativtests ist nicht möglich.
  • Im Falle eines positiven Selbsttests hat die Person unverzüglich einen PCR-Test durchzuführen und ist bis zum Vorliegen des Ergebnisses zu separieren (§ 13 CoronaTestQuarantäneVO)
  • Erst wenn auch der PCR-Test positiv ist, sind weitere Maßnahmen einzuleiten (§ 15 CoronaTestQuarantäneVO), die ggfls. mit dem zuständigen Gesundheitsamt abzustimmen sind.

Hierzu gibt es keine eindeutige Regelung. Wir empfehlen euch jedoch vorab zu eurer Maßnahme eine Einwilligsunserklärung der Erzieungsberechtigten einzuholen. Sowohl für die Durchführung von beaufsichtigten Selbsttests, als auch für die Schnelltests.

Ihr könnt hierfür unsere Vorlage verwenden.

Die Testvornahme darf zu Beginn des Angebots höchstens 48 Stunden zurückliegen. Über einem Inzidenzwert von 100 greift die „Bundesnotbremse“ (§ 28b IfSG) und die Testvornahme darf höchstens 24 Stunden zurückliegen


Weitere rechtliche Fragen

Wenn ihr euch an die Regelungen in eurem Hygienekonzept haltet und nicht vorsätzlich gehandelt habt, müsst ihr in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen erwarten. Wichtig ist eine gute Kommunikation mit den Eltern im Vorhinein, damit sie wissen, wie ihr die Ferienfreizeit pandemiekonform gestaltet. Sollte euch mit rechtlichen Konsequenzen gedroht werden oder sogar eine Anzeige erstattet werden, meldet euch am besten bei eurem Diözesanverband oder bei uns.

Es kommt drauf an:
•    Wenn Eltern ihre Kinder aus Sorge doch nicht mitschicken wollen, gelten die Stornierungsbedingungen in euren Teilnahmebedingungen.
•    Reist ein Kind vorzeitig ab, gibt es in der Regel keinen Anspruch auf eine Erstattung, wenn ihr nichts Gegenteiliges in euren Teilnahmebedingungen geregelt habt.
•    Sagt ihr die Ferienfreizeit vor Beginn ab, müsst ihr den vollen Reisepreis erstatten. Hierbei sind die Gründe für die Absage unerheblich.

Ja, die geänderten Bedingungen sollten auch in eure Teilnahmebedingungen aufgenommen werden. Wenn ihr eure Teilnahmebedingungen nachträglich anpasst, müssen die Eltern diesen zustimmen. Es ist auch ausreichend, wenn ihr auf die Änderungen hinweist und ausreichend Zeit zum Widerspruch einräumt.

Es ist immer wichtig, Eltern umfassend zu informieren, damit sie sich möglichst wenig Sorgen machen. Empfehlenswert ist es, einen Brief zu schreiben, in dem ihr schreibt, welche Regelungen ihr aufgestellt habt und beschreibt, wie die Situation vor Ort (z.B. Gestaltung der Unterkunft und Programm) aussieht. An den Brief könnt ihr das Hygienekonzept anhängen. Ihr könntet zum Beispiel auch einen Elternabend veranstalten, wenn ihr zusätzlich noch das persönliche Gespräch anbieten möchtet. Alle Sorgen der Eltern könnt und müsst ihr aber auch nicht ausräumen. Schließlich gibt es immer ein Restrisiko, das ihr auch nicht verschweigen solltet. Dieses Restrisiko müssen Eltern akzeptieren und mittragen. Wenn sie das nicht können, sollten ihre Kinder nicht mitfahren.


Förderung durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW (KJP)

Aufgrund der Situation rund um das Coronavirus können vermutlich 2021 nicht alle Maßnahmen so stattfinden, wie ursprünglich geplant. Um dieser Situation Rechnung zu tragen, gibt es in diesem Jahr zusätzliche Fördermöglichkeiten, die nachfolgend dargestellt werden.

Wenn ihr Veranstaltungen ohne Übernachtungen (z.B. Stadtranderholung oder Ausflüge) anbietet, sind diese als "Offene Veranstaltungen und andere Aktionen" (Förderbereich V.2) förderfähig, wenn mindestens 7 förderfähige Personen daran teilnehmen. Hierbei ist es unerheblich, ob die Veranstaltungen an einem oder mehreren Tagen stattfinden. Diese Maßnahmen müssen vor Veranstaltungsbeginn über das Förderportal beantragt werden.

Das Bewilligungsverfahren unterscheidet sich dabei abhängig vom Zeitpunkt der Veranstaltung.

  • Über die Förderhöhe von Maßnahmen, die außerhalb von Schulferien stattfinden, entscheidet die KJP-Förderkommission entsprechend der Regelungen des Kölner Diözesananhangs.
  • Maßnahmen, die innerhalb der Schulferien stattfinden, werden analog zur Freizeitarbeit gefördert (pro Tag und förderfähige Person 6€). Wenn ihr eure Veranstaltung entsprechend der Regelungen für den Öko-Euro durchführt, erhaltet ihr zusätzlich 1€ pro Tag und förderfähige Person. Die Förderung des Öko-Euro muss zusätzlich mit dem Verwendungsnachweis und dem bekannten Formular zum Öko-Euro beantragt werden (im Schritt Verwendungsnachweis unter "Zielgruppe, Inhalte und Methoden" hochladen). Das Formular kann von unserer Homepage sowie vom Dashboard im Förderportal heruntergeladen werden.

Maßnahmen, die digital (z.B. per Videokonferenz) stattfinden, können entsprechend der KJP-Regelungen gefördert werden. Die Förderung wird entsprechend der Fördersätze für die jeweilige Maßnahmenart berechnet. Es sind nur Kosten anerkennungsfähig, die im direkten Zusammenhang zu der Maßnahme stehen.

Die Förderung von digitalen Maßnahmen ist generell, also unabhängig von der Corona-Pandemie, möglich.

Maßnahmen, die aufgrund des Coronavirus abgesagt werden müssen und bis zum 31.12.2021 stattfinden sollen, können eine KJP-Förderung für Ausfall- und Stornokosten erhalten:

  • Ausfall- und Stornokosten werden nur übernommen, wenn sie im direkten Zusammenhang mit der Maßnahme stehen. Die Darlegung der Gründe, die dazu geführt haben, dass die Maßnahme nicht umgesetzt werden kann, erfolgt über den Beleg "Ausfallkosten".
  • Es gilt eine Schadensminderungspflicht. Das heißt, dass versucht werden muss, die Ausfall- und Stornokosten möglichst gering zu halten, sobald eine Absage behördlich angeordnet wurde oder durch den Träger selbst beschlossen wurde. Dies ist über den Beleg "Ausfallkosten" zu dokumentieren.
  • Mögliche Ansprüche gegenüber (Reiserücktritts-)Versicherungen sind vorrangig geltend zu machen.
  • Die Förderhöhe wird entsprechend der gültigen Fördersätze berechnet. Hierzu brauchen wir die inhaltliche Beschreibung der geplanten Aktivität und eine Teilnahmeliste der angemeldeten Teilnehmer*innen und Leiter*innen. Bei Maßnahmen, zu denen erst wenige Personen zum Absagezeitpunkt angemeldet waren und noch weitere Anmeldungen zu erwarten waren, können zusätzlich zur Liste der angemeldeten Teilnehmer*innen auch andere Nachweise (z.B. Mietvertrag der Unterkunft) berücksichtigt werden. Bei Ferienfreizeiten wird zur Berechnung der Förderhöhe ein geplanter Öko-Euro nicht herangezogen.
  • Die Abrechnung erfolgt über das Förderportal (kjp.bdkj.nrw). Dort wird die Maßnahme im gleichen Förderbereich angelegt, in dem die Maßnahme durchgeführt worden wäre, d.h. wenn ihr z.B. eine Kurzfreizeit in den Osterferien geplant habt, rechnet ihr die abgesagte Maßnahme auch als Kurzfreizeit ab.

Maßnahmen, die aufgrund des Coronavirus mit geringerer Teilnehmer*innenzahl durchgeführt wurden, können bei Bedarf eine höhere Förderung erhalten:

  • Ein höherer Zuschuss kann nur ausgezahlt werden, wenn die eingereichten Kosten im direkten Zusammenhang mit der Maßnahme stehen. Die Darlegung der Gründe, die dazu geführt haben, dass weniger Personen teilgenommen haben, erfolgt über den "Beleg zur Anpassung der Förderung aufgrund von Corona-bedingter Reduzierung der Teilnehmer*innenzahl"
  • Es gilt eine Schadensminderungspflicht. Das heißt, dass versucht werden muss, die Kosten möglichst gering zu halten. Sobald klar ist, dass weniger Personen teilnehmen, müssen gebuchte Zimmer bzw. die Personenzahl reduziert werden. Dies ist über den "Beleg zur Anpassung der Förderung aufgrund von Corona-bedingter Reduzierung der Teilnehmer*innenzahl" zu dokumentieren.
  • Die Abrechnung erfolgt normal über das Förderportal (kjp.bdkj.nrw) und der zusätzliche Nachweis wird im Portal hochgeladen und im Original an die Diözesanstelle gesendet.

Die höhere Förderung ist zunächst bis zum 31.12.2021 befristet.

Die reguläre Frist zur Beantragung von Ferienfreizeiten beträgt acht Wochen vor Beginn. Im Jahr 2021 wurde diese Frist allerdings auf eine Woche verkürzt. Bei Ferienfreizeiten, die weniger als acht Wochen vor Beginn beantragt wurden, kann eine Abschlagszahlung jedoch nicht gewährleistet werden.

Die sonstigen Regelungen zu Qualifizierung von Multiplikator*innen (Förderbereich I), Bildungsarbeit (Förderbereich II), Freizeitarbeit (Förderbereich III), Projektarbeit (Förderbereich V.1) und kurze Pauschalmaßnahmen (Förderbereich V.3) gelten wie gehabt.


Sonderurlaub

Durch die COVID-19-Pandemie werden auch in diesem Jahr kaum klassische Ferienfreizeiten in den Sommerferien stattfinden. Wir haben euch die wichtigsten Regelungen zum Umgang mit dem Sonderurlaub in einem Dokument zusammengefasst.

Aufgrund der aktuell schwierigen Lage reduziert sich die Antragsfrist für Sonderurlaub auf zwei Wochen (vorher sechs Wochen) vor Start der geplanten Maßnahme in den Sommerferien. Eine Veränderung bestehender Anträge ist möglich.

Die leitende/helfende Tätigkeit bei digitalen Angeboten bzw. digitalen Anteilen von Ferienangeboten ist nach dem Sonderurlaubsgesetz NRW förderfähig. Der Träger muss in diesen Fällen den Einsatz-Nachweis erbringen. Daher empfiehlt sich hier eine kurze Dokumentation.

Informiere deinen Arbeitgeber, dass die Maßnahme nicht stattfindet und du den Sonderurlaub zurückziehen möchtest.

Wenn der Arbeitgeber diesem zustimmt, ist der Antrag auf Verdienstausfall hinfällig.

Wenn die Rückabwicklung der unbezahlten Freistellung des bereits genehmigten Antrags nicht möglich ist und keine gesonderte Regelung zu Ausfällen getroffen worden ist, ist eine Erstattung des Verdienstausfalls nach den Sonderurlaub-Regelungen möglich. Voraussetzungen sind eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers, dass die Rückabwicklung nicht möglich ist, sowie eine Bestätigung des Trägers, dass die Freizeit abgesagt wurde, nachdem der Sonderurlaub genehmigt war.
Kann der*die Arbeitnehmer*in aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht arbeiten (z.B. weil der Betrieb gesperrt ist) und erhält z.B. Kurzarbeitergeld, dann ist eine Verdienstausfallerstattung nicht möglich.

Der Anspruch auf Sonderurlaub besteht auch für das Alternativangebot zu Hause. Dabei ist es unerheblich, wenn dieses als Tagesangebote ohne Übernachtungen stattfindet. Der Arbeitgeber soll formlos darüber informiert werden, dass statt in der Ferienfreizeit die leitende/helfende Tätigkeit während des Alternativangebots zu Hause ausgeübt wird. Sofern die Dauer des Alternativangebots von dem des Sonderurlaubs abweicht, ist der Sonderurlaub anzupassen (siehe Punkte 1 und 2). Der Verdienstausfall wird vom Arbeitgeber nach den tatsächlichen Sonderurlaubstagen berechnet und nach den geltenden Regelungen aus Landesmitteln erstattet.


Hilfreiche Links

Die Seite des Robert-Koch-Instituts inkl. tagesaktueller Risikobewertung für Deutschland: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
Aktuelle Informationen der Landesregierung: www.land.nrw/corona
Häufige Fragen: www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Nutzt unsere Zusammenfassung gerne, um euch einen ersten Eindruck der geltenden Regelungen zu verschaffen. Zur konkreten Planung eurer Veranstaltung solltet ihr allerdings in jedem Fall die entsprechenden Regelungen im Original danebenlegen.

Es existiert eine FAQ Liste zur Wiederöffnung im Bereich der Jugendarbeit, die wöchentlich aktualisiert wird. Diese ist unter www.ljr-nrw.de/corona-faq einsehbar.

Wir beobachten die Lage weiterhin intensiv und halten euch auf dem Laufenden, falls sich neue Erkenntnisse ergeben, die abweichende Vorgehensweisen nahelegen.


Bei Fragen helfen wir gerne weiter:



Volker Andres

Diözesanvorsitzender

(0221) 1642 6833

andres (a) bdkj.koeln


Annika Jülich

Diözesanvorsitzende

(0221) 1642 6212

juelich (a) bdkj.koeln

 

 


– BDKJ Diözesanverband Köln 2019