U28 - Die Zukunft lacht

Mit der Kampagne „U28 – Die Zukunft lacht“ wollen wir den Abgeordneten des NRW-Landtages als GestalterInnen der Zukunft ein Handlungsprinzip ans Herz legen, welches dem Wohl der Jugendlichen und Kinder in unserem Land den absoluten Vorrang einräumt. Das Handlungsprinzip muss die Brille werden, durch die jegliche Entscheidungen und Maßnahmen von Politik, Verwaltung und Justiz geprüft werden.

Wenn alle heute und zukünftig in Nordrhein-Westfalen lebenden Kinder und Jugendlichen über gleiche, gute Lebenschancen verfügen und gleiche Zugänge zu allen Lebensbereichen sowie die gerechte Teilhabe an deren Ausgestaltung hergestellt sind, dann ist das Ziel der Kampagne „U28 – Die Zukunft lacht“ erreicht.

„U28“ ist eine NRW-weite Kampagne. Einen Überblick über die Aktionen anderer Diözesen und der Landesstelle gibt es unter: www.die-zukunft-lacht.de

Andrea Asch

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder- und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend?

Mir ist wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche egal welcher Herkunft, Religion oder Muttersprache, egal ob mit oder ohne Behinderung, gleiche Chancen haben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dies kann nur erreicht werden, wenn wir bereits im Kindergartenalter ein gutes und verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot aufbauen. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Kinderpolitik, die frühkindliche Bildung zu verbessern, also die Bildung in den Kindergärten und bei den Tagesmüttern und Tagesvätern. Dies kann nur geschafft werden, wenn wir den Kindergärten mehr Geld für mehr Personal zur Verfügung stellen. Unterschiedliche Einrichtungen müssen wir unterschiedlich fördern. Mit einem neuen Kindergartengesetz (dem Ersten KiBiz-Änderungsgesetz), das noch vor der Sommerpause im Landtag verabschiedet werden soll, werden Familienzentren, die nicht nur Kinder sondern auch Mütter und Väter in zahlreichen Lebenslagen unterstützen, in Zukunft besser gefördert. Auch bekommen nun endlich Kindergartenkinder mit Behinderung mehr finanzielle Zuschüsse, da sie ja auch mehr Pflege und Aufmerksamkeit brauchen. Und auch die Kindergartengruppen für die kleinsten Kinder, die unter Dreijährigen, bekommen nun endlich mehr Geld für Personal, damit mehr Erzieherinnen und Erzieher für sie da sind, wenn sie gewickelt, gefüttert, getröstet oder geknuddelt werden müssen. Eine sehr gute frühkindliche Bildung bringt mehr Chancengleichheit und mehr Teilhabe für alle Kinder und Jugendliche! Ich bin froh, dass wir durch die erste Änderung des Kinderbildungsgesetzes diese Verbesserungen nun auf den Weg bringen.   

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Schon heute mischen sich Kinder und Jugendliche immer wieder aktiv in die Themen „Bildung“, „Umwelt“ oder „Zukunft“ ein, um nur einige Bereiche zu nennen. Und dies ist auch gut so!

Kinder und Jugendliche sollten die Möglichkeit haben, sich frühzeitig und überall in Fragen die ihren Alltag betreffen einmischen zu dürfen. Neben Themen wie Chancengleichheit, Schule, Hochschule oder Freizeitangebote sollten das auch Bereiche sein, in denen Kinder und Jugendliche bisher nicht gefragt wurden. So gibt es viele Kinder und Jugendliche, die täglich Bus und Bahn, also den öffentlichen Nahverkehr, auf ihrem Weg zu Schule nutzen. Warum werden sie dann nicht in die Planung des Busfahrplans, neuer Buslinien oder Haltestellen einbezogen? Oder bei der Umgestaltung von öffentlichen Plätzen und anderen Freizeiteinrichtungen, wie etwa einem Schwimmbad? Ich bin aber davon überzeugt, dass sich Kinder und Jugendliche einmischen können und wollen - wenn wir Erwachsene nur endlich die Bereitschaft haben dies anzuerkennen!

Arif Ünal

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Kinder und Jugendliche sollten sich aktiver für Ihre Rechte und soziale Themen einsetzen. Es ist wichtig, dass junge Menschen sich sozial engagieren und für die Belange benachteiligter Menschen einsetzen. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ebenso aufgefordert tätig zu werden und stärker gesellschaftlich zu partizipieren. Hier gilt es aber als Erwachsener mit gutem Beispiel voranzugehen und diese Ideale aktiv vorzuleben.

Arif Ünal

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder- und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Kein Kind & Jugendlicher darf zurückgelassen werden. Wir müssen für alle Kinder & Jugendlichen die Bildungschancen erhöhen, insbesondere aus bildungsfernen Schichten. Da Bildung nicht vom sozialen Status abhängen sollte und Bildung den weiteren Lebensweg ebnet, ist es essentiell wichtig kostenlosen Zugang zu allen Bildungseinrichtungen zu gewährleisten.

Unsere Landesregierung hat diesbezüglich die ersten Schritte vollzogen und bspw. die Studiengebühren abgeschafft. Nach der Revision des KiBiz-Gesetzes, was am 20.07. im Plenum vollzogen wird, werden die Gebühren für das letzte Kita-Jahr dann wegfallen, Das ist nur ein Anfang und reicht noch lange aus. Es müssen natürlich weitere Maßnahmen vollzogen werden, um Bildungsdisparitäten in unserer Gesellschaft zu beseitigen. Zudem ist es wichtig Fort- und Weiterbildungen der Lehrkräfte stärker zu unterstützen, um unsere Kinder & Jugendlichen adäquater zu fördern und stärker zu unterstützen und Sie nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft auszusortieren.

Wegen der demographischen Entwicklung in Deutschland, gilt es verstärkt wirklich alle Kinder & Jugendliche zu fördern und diese bei Ihrer Berufsbildung und -findung zu unterstützen. Als migrationspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Landtag NRW, sehe ich natürlich die Probleme, die Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund widerfahren.

Mehrsprachigkeit bspw. sollte verstärkt gefördert werden. Die Förderung der Muttersprache würde dazu führen, dass die deutsche Sprache besser erlernt werden könnte. Insbesondere in Köln, wo fast jedes 3. Kind einen Migrationshintergrund hat wird diese Form von Sprachförderung nach wie vor vernachlässigt. Im Zeitalter der Globalisierung gilt es mit der Zeit zu gehen und Mehrsprachigkeit als Mehrwert und nicht defizitär zu sehen. Dieses negative Bild von bestimmten Bevölkerungsgruppen wie bspw. den türkisch- bzw. arabischstämmigen Migranten führt zu massiven Identitätsproblemen dieser Kinder und Jugendlichen und ist für die erfolgreiche Integration mehr als hinderlich. Auch hier muss nochmal unterstrichen werden, dass diese Kinder im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Ihrer Berufsfindung unterstützt werden müssen.

Iris Preuß-Buchholz

Junge Menschen müssen studieren können, wenn sie es wollen

Im Wissenschaftsausschuss haben wir wichtige Verbesserungen für die Studierenden umgesetzt.

Einer unserer ersten Schritte im Hochschulbereich nach der Übernahme der Regierungsverantwortung war die Abschaffung der Studiengebühren zum Wintersemester 2011/2012.  Durch ein gebührenfreies Studium werden es sich mehr junge Menschen zutrauen und es sich leisten können ein Studium aufzunehmen. Das war mir besonders wichtig.

Nun hat der Landtag im letzten Plenum auch der Verordnung zum Studienqualitätsgesetz zugestimmt. Damit erhalten die Universitäten rechtzeitig die notwendigen Mittel für eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung von mehr Qualität im Studium.

Die Kompensationsmittel sind, wie es die Studiengebühren auch waren, nur zur Verbesserung von Lehre und Studium zu verwenden und werden zusätzlich zur Grundfinanzierung der Hochschulen ausbezahlt. Die Verordnung regelt die Verteilung der 249 Millionen Euro an die Universitäten. Sie sieht eine 1:1-Verteilung vor - nach dem Prinzip „Geld folgt den Studierenden“. Bezugsgröße ist die Gesamtzahl der Studierenden in der eineinhalbfachen Regelstudienzeit und ausschlaggebend die Anteil Studierender an der jeweiligen Uni.

In der Qualitätsverbesserungskommission sind die Studierenden mit mindestens 50% vertreten. Die Unis sind gehalten,  die Vorschläge dieser Kommission berücksichtigen.

Damit haben wir jetzt zweierlei erreicht: Studieren können wieder viele junge Menschen - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und ohne Bedenken, sich zu verschulden. Und die Qualität des Studiums ist gewährt.

Martin Börschel

Wofür sollen sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Jugendliche wollen in der Öffentlichkeit akzeptiert werden

Konflikte mit Erwachsenen sind für viele der beteiligten Kinder, vor allem aber für die Jugendlichen an der Tagesordnung. Sie wünschen sich, nicht als Störfaktor wahrgenommen, sondern mit ihren Bedürfnissen nach Aufenthaltsräumen in der Öffentlichkeit akzeptiert und gewollt zu werden.

Kinder und Jugendliche wollen mehr und bessere Spiel- und Sportangebote

Kinder und Jugendlichen nutzen die vorhanden Spiel- und Sportmöglichkeiten (wie Spielplätze, Sport- und Bolzplätze etc.) gerne, wünschen sich aber ein größeres, abwechslungsreicheres und besseres Angebot, wie Skaten, Inliner, Fahrradfahren o.ä. Viele vorhandene Möglichkeiten sind aus ihrer Sicht zudem in einem schlechten und sanierungsbedürftigen Zustand.

Kinder und Jugendliche wollen mitmischen

Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen will sich beteiligen und bei Entscheidungen, die sie selbst und ihre Umwelt betreffen, mitreden. Sie nutzen die Beteiligungsmöglichkeiten, die es bereits gibt. Sie brauchen aber auch die Bestätigung, dass sie tatsächlich etwas verändern und mitbestimmen können, dass eingebrachte Wünsche und Ideen in konkrete Ergebnisse münden. Kinder und Jugendliche wollen informiert werden.

Jochen Ott

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag ihrer Meinung nach einsetzen?

Zunächst müssen wir darauf achten, dass wir den Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen so gestalten, dass genügend Freiräume für gesellschaftliches Engagement bleibt. Wenn sich Kinder und Jugendliche einbringen, sollten wir Erwachsenen zudem darauf achten, dass wir ihnen Möglichkeiten verschaffen, auch Ergebnisse zu erzielen. Nichts ist frustrierender als gesellschaftliches Engagement, das ins Leere läuft. Hierzu gehört vor allem, dass wir junge Menschen, die sich engagieren, ernst nehmen, ihnen zuhören und dabei helfen, ihre Anliegen umzusetzen. Als Abgeordneter und Parteivorsitzender versuche ich, in diesem Sinne zu agieren. Von Kindern und Jugendlichen, die sich für eine bestimmte Sache einsetzen, erwarte ich aber dann auch, dass sie ihre eigenen Forderungen leben. Wer sich für Umweltschutz einsetzt, sollte beispielsweise nach dem Grillen den Müll nicht in der Natur herumliegen lassen.

Martin Börschel

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder und Jugendliche besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Kinder und Jugendliche nutzen die ganze Stadt als Treff- und Erlebnisort

Kinder und Jugendliche halten sich an den unterschiedlichsten, für Erwachsene oft unerwarteten Räumen auf: auf Spiel- und Sportplätzen, in Parks, auf Bolz- und Parkplätzen, in Frei- und Grünflächen, auf öffentlichen Plätzen, in Fußgängerzonen und auf Schulhöfen. Aber auch auf Friedhöfen, in Wohnblocks, an Bus- und Bahnhaltestellen, an Kiosken und in Einkaufzentren, auf Fußwegen und unter Brücken. Die Jugendlichen machen deutlich, dass sie sich nicht nur auf den offiziellen und ausgewiesenen Flächen, sondern überall in der Stadt bewegen. Jugendliche sind die Bürger, die sich am meisten draußen aufhalten; für sie ist die Gruppe ein wichtiger Ort. Sie brauchen in ihren Stadtteilen Treffpunkte, wo die Gelegenheit zu Kontakten untereinander besteht – auch außerhalb von Jugendeinrichtungen.

Kinder und Jugendliche wünschen sich Sicherheit und weniger Autos im Verkehr und mehr Mobilität im ÖPNV

Kinder und Jugendliche wünschen sich als junge Fußgänger und Radfahrer mehr Platz und Bewegungsraum. Sie empfinden ihre persönlichen Verkehrswege oft als gefährlich, stören sich an dem Vorrang, den Autos genießen und fühlen sich dadurch in ihren Aktionsräumen oft eingeschränkt. Oft sind Kinder und vor allem Jugendliche auf den ÖPNV angewiesen. Hier wünschen sie sich kostenlose und umweltfreundliche Mobilität, auch nachts oder am Wochenende.

Jochen Ott

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass es Themen gibt, die in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt wurden und nun endlich von der derzeitigen Landesregierung in NRW aufgegriffen werden. Chancengleichheit in der Bildung ist in der heutigen Gesellschaft für Kinder und Jugendliche eines der bedeutendsten Themen. Diese Zielsetzung wird heute mit der Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten, über den quantitativen und qualitativen Ausbau der Offenen Ganztagsschule bis hin zur Abschaffung der Studiengebühren konsequent verfolgt. Selbstverständlich sind damit Investitionen verbunden, die sich im Haushalt niederschlagen. Wir meinen jedoch: Das sind Investitionen in die Zukunft, die sich irgendwann auch einmal auszahlen werden.

Aber dabei soll es nicht bleiben. Für Kinder und Jugendliche gibt es weitere wichtige Themen. Als Sprecher im Ausschuss Bauen, Wohnen und Verkehr möchte ich auf zwei Aspekte hinweisen:

  • Mobilität, Umwelt, Verkehr: In der heutigen Gesellschaft wird es immer wichtiger, mobil zu sein. Zudem ist der Erhalt unserer natürlichen Umwelt für kommende Generationen natürlich ein sehr zentrales Thema. Der öffentliche Personennahverkehr muss attraktiv gestaltet werden, damit die Menschen einen Anreiz haben, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Für Schülerfahrtkosten haben wir deshalb 31,5 Millionen im Haushalt bereitgestellt und in diesem Jahr 15 Millionen und ab nächstem Jahr 30 Millionen für das Sozialticket. Aber auch der Güterverkehr muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Durch den wachsenden EU-Binnenmarkt und die Globalisierung sehen wir uns erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt. Die Investition in umweltfreundliche Verkehrsträger, wie der Binnenschifffahrt und der Bahn, sollte hier an erster Stelle stehen. Wer dies jedoch will, muss daher auch Häfen und Bahnhöfe ausbauen.
  • Städtebauförderung: Die Städtebauförderung muss mehr als bisher eine Richtung einnehmen, die Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt. Das heißt, Städtebauförderung bedeutet nicht allein die Investition in Beton (dies ist die Auffassung der schwarz-gelben Bundesregierung), sondern sie sollte als Gestaltung eines Wohnumfelds gedacht werden, insbesondere in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf. Das Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW unter dem Titel „Soziale Stadt“ ist hierfür ein Beispiel. Das Wohnumfeld hat erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und sollte daher besondere Beachtung finden. Kürzungen in der Städtebauförderung gibt es daher in NRW nicht, der Bund will jedoch weiter kürzen.

Ein weiterer Bereich, der mehr Beachtung finden sollte, ist der Übergang zwischen Schule und Beruf. Hier muss in den Schulen schon früh angesetzt werden, außerdem muss das Angebot der Berufskollegs optimiert werden. Erste Vorschläge liegen hier bereits vor und werden zurzeit diskutiert. Hierbei muss immer die Situation vor Ort berücksichtigt werden.

Rainer Deppe

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder- und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Das große Thema ist, dass die heutige Generation in egoistischer Weise finanzielle Ressourcen für sich in Anspruch nimmt, die sie nicht selbst aufbringt, sondern deren Erwirtschaftung sie denjenigen, die heute jung sind, hinterlässt. Mit welcher Berechtigung eigentlich, geben die heute Verantwortlichen Geld aus, das sie nicht haben und dessen Rückzahlung sie auf die Zeit verschieben, in der die Kinder von heute erwachsen sind? Es ist ungerecht, heute zu konsumieren und morgen andere bezahlen zu lassen. Auch die heute jungen Leute werden Probleme zu lösen haben. Das nötige Geld nehmen wir ihnen aber bereits jetzt weg. Wohin das führt, können wir jeden Tag in Griechenland beobachten. Im Interesse der jungen Menschen brauchen wir dringend die Schuldenbremse in der Landesverfassung von Nordrhein-Westfalen.

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Dass die Politik gerechter wird und auf auch die achtet, die sich nicht lautstark und über die Medien äußern können. Es ist nicht gerecht, dass das Studium kostenlos ist, die Ausbildung zur Krankengymnastin, Logopädin oder zum Handwerksmeister teuer aus eigener Tasche bezahlt werden muss – zumal diejenigen, die ein Studium abgeschlossen haben, im Normalfall im späteren Berufsleben ein Mehrfaches von dem verdienen als die, die nicht studiert haben.

Rainer Deppe

"Ein ganz wichtiger Termin in Bezug auf Kinder war für mich das Gespräch mit den Leiterinnen der Kindertagesstätten am 20. Juni 2011 meinem Wahlkreis, in Kürten. Die Damen haben eindrucksvoll beschrieben, wie wichtig es wäre, die verfügbaren Mittel auf die Verbesserung der Betreuungsqualität und des Betreuungsschlüssels in den Kindertagesstätten zu konzentrieren. Ich hoffe sehr, dass dies in den nächsten Wochen bis zur Verabschiedung der Revision des KiBiz noch gelingen wird. Die Anhörung im Landtag hat diese Forderung der Kindertagesstätten ganz eindeutig bestätigt."

Bernhard von Grünberg

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder- und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Nach meiner Auffassung wird der Aspekt der Demographie nicht hinreichend genug beleuchtet. Dringende Aspekte der „Überalterung“ bzw. „Unterjüngung“ der Gesellschaft, Finanzierung der Rentenkassen u.a.  und Verlust an Arbeitspotential (Zuwanderer, Hochqualifizierte, stille Reserven wie Frau mit Kind/ern) werden im Zusammenhang Kinder- und Jugendpolitik nicht hinreichend genug bzw. gar  nicht beleuchtet. Diese Themen sind zukunftsweisend, denn sie betreffen die Lebensfähigkeit und Vitalität einer Gesellschaft, in der Jung und Alt in gesunder Balance zueinander stehen müssen

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Kinder und Jugendliche sollten sich möglichst dafür einsetzen, dass im persönlichen Umgang und im Umgang mit anderen Mitmenschen Respekt und Toleranz Einzug gewinnen. Gedanken der menschenfreundlichen Umgangsweise müssen an erster Stelle stehen. Man muss ihnen erklären, dass man so behandelt werden sollte, wie man selbst behandelt werden möchte.

BDKJ DV Köln

Bis zum 01.09.2011 ist nun Gelegenheit für die Mitgliedsverbände des BDKJ im Rahmen der Ferienfreizeiten oder Gruppenstunden eigene Fragen zu entwickeln und an die BDKJ-Diözesanstelle politik(ät)bdkj-dv-koeln.de zu senden.

herunterladen: Vorlage für die Gruppenstunde

Michael Solf

Welche Themen sind Ihrer Meinung nach für Kinder- und Jugendliche zurzeit besonders zukunftsweisend, werden aber noch nicht ausreichend beachtet?

Die immer hemmungsloser vorgenomme Verschuldung wird zur immer größeren Zukunftsbürde für die heutigen Kinder und Jugendliche. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, und das Aufwachen wird schmerzhaft sein.

Wofür sollten sich Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag Ihrer Meinung nach einsetzen?

Ich schreibe Menschen ungern vor, was sie tun sollen. Wichtig ist allein, dass wir alle nicht nur "unser Ding" machen, sondern Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen - wie auch immer.

Martin Börschel

In den vergangenen Wochen ging es rund um den Haushalt in einen intensiven Austausch im Plenum des Landtages, dabei habe ich auch die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen im Blick: Das dritte Kindergartenjahr soll beitragsfrei  werden und so zur Verbesserung der Bildungschancen aller Kinder beitragen.

Andrea Asch

Eine wichtige Entscheidung für Kinder und Jugendliche haben wir am Mittwoch, dem 18. Mai, mit der Verabschiedung des Haushaltes für 2011 getroffen. Wir haben diesen ersten rot-grünen Haushalt mit 280 Millionen Euro aufgestockt um die Kitas, die Kindertagespflege und Familienzentren besser zu finanzieren.

Andrea Asch

Im Moment arbeite ich mit Hochdruck an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Kitas im Rahmen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Dazu war ich am 10. April in Aachen und am 16. April in Köln auf Veranstaltungen, wo ich wertvolle Impulse aus Praxis bekommen konnte, wie sich die Regelungen so gefasst werden können, dass Kinder optimal gefördert werden.

Michael Solf

Meine nächsten relevanten Termine:

Am 17. Mai habe ich ein Fachgespräch, bei dem es nun um die Einführung des islamischen Religionsunterrichts geht, eine Frage von höchst schwieriger Problematik, die aber im Interesse der vielen bei uns/mit uns lebenden Kinder muslimischen Glaubens endlich gelöst werden muss.

Und am 18. Mai wird der Haushalt verabschiedet; alle, wirklich alle Fachleute sagen, selbst noch so begründbare Bildungsinvestitionen, die aber auf Pump, also durch Schuldenmachen geschehen, sind eine unerträgliche Bürde für die Zukunft eben dieser Kinder.

BDKJ DV Köln
Center-TV Düsseldorf hat von der Auftaktveranstaltung berichtet. Hier seht ihr den kleinen Film:

Jochen Ott
...bezieht sich in seiner Rede vor dem Landtag auf die U28-Kampagne.

BDKJ DV Köln
Die Auftaktveranstaltung am 13. April 2011 vor dem Landtag war ein voller Erfolg. Hier haben wir eine kleine Bildergalerie zusammengestellt:

U28-News

U28-Kampagne beginnt im NRW-Landtag

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Auftakt zu "U28 - Die Zukunft lacht"

Endlich geht es richtig los: Neun Landtagsabgeordnete aus dem Erzbistum Köln werden vier Monate... [mehr]

Irre Brillen und klare Positionen

Der BDKJ-Diözesanvorstand im Gespräch mit Abgeordneten des Landtages [mehr]