Das Rote Sofa im Oberbergischen Kreis
Bürgermeister Dr. Herman Josef Tebroke besuchte das BDKJ-Zeltlager in Lindlar-Linde (Oberbergischer Kreis). 77 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren und 19 Betreuer campierten eine Woche neben dem Sportplatz.
Der Bürgermeister besichtigte das Gelände und gewann einen ersten Eindruck vom Lagerleben. Anschließend kam er mit dem Kreisvorsitzenden des BDKJ, Markus Scherer und Ludwig Kalvelage von der Katholischen Fachstelle für Jugendpastoral und Jugendhilfe aus Bergisch Gladbach ins Gespräch.
Der soziale Charakter prägt das Zeltlager für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche. Tebroke war sehr beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der Leiter und Betreuer. Auf Anfrage des Bürgermeisters, wie die Politik Unterstützung leisten könne, wurde die Antwort schnell gefunden. Eine gute politische Unterstützung könnte dadurch erfolgen, in Gremien und Ausschüsse über Umschichtungen von Finanzen Anreize zu schaffen, Ferienfreizeiten mit sozialem Charakter anders zu fördern, Gruppen und Gruppierungen zu motivieren, ebenfalls solche Ferienfreizeiten durchzuführen.
Dr. Tebroke stellte sich anschließend mit in die Schlange, um mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam zu Mittag zu essen. „Ich dachte immer, es gäbe morgens, mittags und abends nur Suppe“, so das Zitat des Bürgermeisters, der überrascht war, was man in einem Zeltlager zu essen bekommen kann. Er suchte das Gespräch auch während des Essens mit den TeilnehmerInnen und setzte sich zu den verschiedenen Gruppen an die Tische.
Nach dem Nachtisch startete ein kleiner Polit-Talk mit dem Bürgermeister. Dr. Tebroke stellte sich den kritischen Fragen und Forderungen der Kinder. Unter anderem forderten die Kinder, dass die Bolzplätze in Lindlar Altenrath z.B. neu eingesät, bzw. anstatt Schotter mit Sand abgestreut werden sollen.
Für Kapellensüng und Lindlar Zentrum forderten die Kinder neue Basketballkörbe, da hier auch vermehrt ein Bedarf besteht. Auf dem Bolzplatz in Fenke sind die Tore nicht mehr in Ordnung und müssten dringend repariert werden.
Zum Abschluss des Besuchs vereinbarten der BDKJ-Vorstand und der Bürgermeister die Probleme und Wünsche der Kinder mit in den Rat zu nehmen und dort zu besprechen. Der BDKJ wird überprüfen, ob die Wünsche der Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden.
N&T 3/2010
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