Stifterkreis Morgensterne

"Ein guter Stern"

Weihbischof Koch bei Auftaktveranstaltung des Stifterkreises Morgenstern

(Köln) Die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln aus der Taufe gehobene "Jugendstiftung Morgensterne" beging mit einem Festakt im Kölner Schokoladenmuseum den Auftakt des Stifterkreises Morgensterne. Dieser Stifterkreis soll künftig Menschen beraten, die eine eigene Stiftung gründen wollen und Teile ihres Vermögens für Belange der Kinder und Jugendarbeit im Erzbistum Köln einsetzen möchten. Die über 60 interessierten Gäste der Veranstaltung ließen sich umfassend informieren. So erläuterte zunächst Stiftungsvorsitzende Natascha Jansen das Anliegen: "Jugendhilfe ist personalintensiv und teuer. Dennoch wurden die öffentlichen Zuschüsse in den letzten Jahren immer weiter reduziert. Mit der Initiierung des Stifterkreis Morgensterne beschreitet die Jugendstiftung Morgensterne einen neuen Weg der Finanzierung von Jugendhilfe und Jugendarbeit." Im Stifterkreis Morgensterne, so Jansen weiter, haben Privatpersonen und Unternehmen die Möglichkeit, ab einem Stiftungsvermögen von 25.000€ kostenlos eine eigene Stiftung für Jugendliche und Kinder zu gründen, deren Ziel es ist, die Bedingungen des Aufwachsens junger Menschen zu verbessern. Hierfür erhielt die Stiftung prominente Unterstützung. Der Kölner Weihbischof Dr. Heiner Koch betonte in einem Impulsreferat die Bedeutung der Jugendverbandarbeit als zu fördernden "Lernort des Lebens, des Glaubens und der Gesellschaft" und bedankte sich bei der Jugendstiftung und den katholischen Jugendverbänden im Erzbistum Köln für die Eigeninitiative und den Mut zur Gründung der Stiftung und die Möglichkeit, Jugendarbeit auch in Zukunft – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise - bestreiten und unterstützen zu können. Koch ließ es sich in seiner Rede auch nicht nehmen, auf die Symbolkraft des Titels der Jugendstiftung zu verweisen: "Gerade wir in Köln wissen ja, wie gut es ist, wenn Menschen Sterne, Hoffnungen Ideale und Ziele klar vor Augen haben und sich auf diese einlassen. Der sterngeführte Weg der Heiligen Drei Könige steht da für viele Sternstunden engagierter Menschen. Die Jugendstiftung Morgensterne ist ein guter Stern auf dem Weg, der gerade erst begonnen hat". 

Wie die Unterstützung für die Jugendarbeit konkret aussehen könnte, wurde an zwei anschließend vorgestellten Beispielen bereits geförderter Projekte deutlich. BDKJ-Diözesanpräses Pfarrer Dirk Bingener ließ sich in einer dynamisch moderierten Fragerunde von Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) ein Umweltprojekt erläutern. Anschließend präsentierten Jugendliche der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) ein preisgekröntes Jugendmedienprojekt, in dem der altersgerechte und umsichtige Umgang mit Computerspielen thematisiert wurde.

Aber auch umfassende Einblicke in die Projektförderung der Jugendstiftung Morgensterne sowie Informationen zur Angebotspalette der Stiftung für Privatpersonen und Unternehmen. Wurden gewährt. In einem sachkundigen Fachvortrag informierten Michael Ruland von der Pax-Bank Köln und Thomas Schiffelmann vom Stiftungszentrum Stifter für Stifter in München über die unterschiedlichsten Fördermöglichkeiten bis hin zu den steuerlichen Vorteilen für die Stifterinnen und Stifter, wenngleich Schiffelmann diesen Aspekt zu relativieren wusste: "Der Steuervorteil soll nicht die erste Frage sein, wer eine Stiftung gründen will, will sich ja in erster Linie sozial engagieren."

Redaktion: Wolfgang A. Noethen

V.i.S.d.P.: Natascha Jansen