Pressmitteilung
Erlebniswelt Rechtsextremismus
Fachtagung bietet Hintergründe aus der Szene und Praxisbeispiele aus der Präventionsarbeit
Köln/Walberberg (10.03.2009) Die Jugendakademie Walberberg, und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln veranstalten in Kooperation mit dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende eine Fachtagung zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, zu der sich fast 50 Teilnehmer/-innen angemeldet haben.
Wie sehen rechtsextreme (Jugend-)Kulturen von innen aus? Und was kann die Jugendarbeit dagegen tun? Um diese Fragen in Theorie und sehr konkreter Praxis geht es bei der Fachtagung, die vom 13. bis zum 14. März in der Jugendakademie Walberberg bei Bonn stattfindet.
Der erste Teil der Tagung am Freitag widmet sich der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“, also den jugendkulturellen Angeboten, den Botschaften und Strategien der Szene. „Der alltägliche Rechtsextremismus zeigt sich nicht nur in martialischen Aufmärschen, fremdenfeindlichen Übergriffen oder antisemitischen Schmierereien. Längst haben rechtsextremistische Gruppen die Jugendkultur entdeckt: Musik auf „Schulhof-CDs“, Videos in einschlägigen Web-2.0-Portalen, Printmedien in jugendgerechten Designs sowie Gruppenaktivitäten, die „Kameradschaft“ versprechen, tragen dazu bei, demokratiefeindliche Inhalte und Erlebnisangebote zu verbinden.“ erläutert Reinhard Griep von der Jugendakademie Walberberg die Hintergründe. Neben zahlreichen Workshops und Referaten wird am Abend das Gespräch mit einem Aussteiger aus der rechtsextremistischen Szene ein Höhepunkt der Veranstaltung sein.
Der zweite Teil am Samstag steht dann ganz im Zeichen von praktischer Auseinandersetzung mit dem Thema. „Die Präventionsarbeit muss sich den demokratiefeindlichen Erlebniswelten stellen. So möchten wir Handlungsstrategien, Gegenentwürfe, Entwürfe für Demokratie und Menschenwürde und Erfahrungswerte diskutieren.“ betont BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Triller. Diverse Organisationen, Verbände und Initiativen stellen ihre Arbeit vor und bieten die Möglichkeit, Methoden der Präventions- und Aktionsarbeit auszutesten.
Aufgrund der hohen Nachfrage und der bedauerlichen Aktualität des Themas gibt es seitens der Veranstalter bereits Überlegungen zu einer Wiederholung des Angebotes.
Die Ausschreibung im PDF-Format
Eine Beschreibung der Anbieter/-innen der Workshops und deren Inhalten am Samstag im Doc-Format
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