Pressemitteilung BDKJ NRW e.V.

„Größte Sozialaktion, die NRW jemals erlebt hat.“
BDKJ-Landesversammlung wählt neuen Vorstand und übt massive Kritik am Verhalten des Westdeutschen Rundfunk


Düsseldorf (14.05.09). Die Landesversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Nordrhein-Westfalen hat Alexandra Horster aus Viersen einstimmig zur neuen Landesvorsitzenden gewählt, eine positive Bilanz aus der zurückliegenden 72-Stunden-Sozialkation gezogen und den Westdeutschen Rundfunk öffentlich für dessen Themenphilosophie kritisiert.

Die 33-jährige Alexandra Horster tritt die hauptamtliche Nachfolge der bisherigen Landesvorsitzenden Barbara Pabst an. Zuvor war Horster sieben Jahre Diözesanvorsitzende des BDKJ im Bistum Aachen. Zuletzt unterlag ihr die Projektleitung der 72-Stunden-Sozialaktion auf Landesebene in Nordrhein-Westfalen. Bei der 72-Stunden-Aktion hatten Jugendgruppen 72 Stunden Zeit, ein soziales, ökologisches, politisches oder kulturelles Projekt durchzuführen. Große Begeisterung herrschte in der Landesversammlung über den großen Erfolg der Aktion. Bundesweit nahmen über 100.000 junge Menschen an der Aktion teil, allein in Nordhein-Westfalen beteiligten sich 40.000 Kinder und Jugendliche in über 1.200 Projekten an der gemeinnützigen ehrenamtlichen Aktion. „Damit ist NRW das teilnehmerstärkste Bundesland und die 72-Stunden-Aktion die größte Sozialaktion, die NRW jemals erlebt hat.“ resümierte Alexandra Horster stolz. An diesen Erfolg möchte die studierte Sozialpädagogin in ihrem künftigen Amt anknüpfen. „Das großartige soziale und nachhaltige Engagement ist ein deutlicher Appell an die Landespolitik, die kontinuierliche alltägliche Arbeit der Jugendverbandsarbeit stärker zu fördern, denn ohne diese wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen. Die Jugendverbandsarbeit in NRW leistet einen enormen gesellschaftlichen Beitrag, der nicht auf Kosten kurzsichtiger Projektförderung zusammengestrichen werden darf.“

Kritik äußerte die Landesversammlung am Verhalten des Westdeutschen Rundfunk im Zusammenhang mit der Sozialaktion. Der WDR hatte sich anders als etwa der Südwestrundfunk geweigert, umfassender Kooperationssender und Aktionsradio zu sein. „gerade vor dem Hintergrund der eine Woche nach der Aktion in der ARD angesetzten Themenwoche mit dem Titel „Ist doch Ehrensache“ und der Tatsache, dass der Hörfunksender WDR 2 nur einen Tag nach der 72-Stunden-Aktion eine Ehrenamtsaktion mit dem gleichen Konzept durchführte, zeigte sich der BDKJ NRW maßlos verärgert. „Es kann nicht die Aufgabe einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt sein, eigene Aktionen zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements durchzuführen und gleichzeitig die größte Jugendsozialaktion in NRW ein Wochenende vorher zu ignorieren.“ konstatierte Oliver Bühl, der zusammen mit Horster den Landesvorstand bildet.

Redaktion: Wolfgang A. Noethen
V.i.S.d.P.: Barbara Pabst, Landesvorsitzende

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